Kronsohns Blog

20. Januar 2012

Hepatitis

Einsortiert unter: Prinzenreife — kronsohn @ 22:37

Die Königsleute sind verunsichert. Hat Kronsohn Hepatitis? Oder Schnupfen?

An3

28. Dezember 2011

Dialog

Einsortiert unter: Prinzenreife — kronsohn @ 21:50

Kronsohn: Dich finde ich ja auch ein bisschen schön, König.

König: Ah. Und die Königin?

Kronsohn: Die finde ich mittelschön.

König (verwundert, warum die Königin nicht die schönste ist): Und wen findest Du richtig schön?

Kronsohn: Mich!

—-

König will nun den Kronsohn reinlegen: Und die Oma, wie schön findest Du die?

Kronsohn (überlegt ein wenig) und grinst dann: Naseschön.

An3

20. Dezember 2011

Schon wieder groß

Einsortiert unter: Prinzenreife — kronsohn @ 18:11

Das sind wohl die Sprünge. Oder der Effekt, dass man nach Krankheiten die Kinder genauer ansieht. Jedenfalls kann der Kleine schon wieder ganz viel Neues.

- mit König spielen („Und Du nimmst DIE Dampflok …“)

- Geschichten sich selber ausdenken (mit Königin im Kuschelbett)

- Brot selbst schmieren

- mit Strohalm einen vollgefüllten Kindercocktail trinken

- aus einem fast vollen Glas trinken

- beim Zählen niedlich mit Fingern wackeln

An3

1. Dezember 2011

Meterparty

Einsortiert unter: Chronik — kronsohn @ 17:52

Wurde die Meterparty nun verpasst oder steht sie noch aus? Jedenfalls ist Kronsohn nun wohl so ein Meter groß. Beinahe vor seinem dritten Geburtstag. Oder doch bereits vor seinem dritten Geburtstag?

Er zeigt nun Empathie. Denn er weint beim Hänschen-Klein-Lied.

Er kennt die Regeln der Erwachsenen. Denn er macht psst, wenn die Königin schimpft. (Aber alles in allem ist er seinen ersten drei Lebensjahren wohl sehr wenig geschimpft worden – der glückliche).

Er kann ungewöhnliche Satzkonstruktionen. Er sagt: Ich moechte wieder loslassen(?????)

Er kann Tischgebete und allerlei Lieder.

Er wiegt 16 Kilogramm. Laut Statistik des gelben Heftes ist er immer noch groß in seiner Altersklasse. Wie groß er wohl mal wird?

Schnupfen macht ihn unleidlich, aber verursacht nicht in jedem Fall Fieber.

Er kann fast alle Dampflokarten als da sind Else, Zillertalbahn, Stubaitalbahn, die namenlose grüne Lok, Daylight, rasender Roland, Molly und neunundneunzig zwei zwei zwei.

In Youtube kann er Filme auswählen, ohne mit dem Finger auf den Bildschirm zu tippen.

Er kann ein Mädchen zu sich nach Hause einladen und dort leidlich ihr spielen.

An3

 

1096 Tage

Einsortiert unter: Prinzenreife — kronsohn @ 17:35

Nun ist der Kronsohn 1096 Tage alt geworden. Mit anderen Worten, er hat sein drittes Lebensjahr vollendet.

Am Morgen gab es ein Lied – aber erst nachdem der absolute Herrscher seine Vollmacht erteilt hatte. Vom Bett aus – ganz standesgemäß. Dann packte er Geschenke aus. Wobei er nach dem Aufreissen die Dinge dem Schenker geben wollte: „Hier, Schwester, für Dich!“ Aber nach dem dritten Geschenk hatte er verstanden, wie Geburtstag funktioniert. Bei der Drehscheibe sprang er sofort vom Stuhl – losspielen.

Es gab Kuchen mit Schienen aus Schoko-Mikado. Der wurde unter dem scharfen Blick des Kronsohnes verteilt.

Im Kindergarten wurde sein Geburtstag vergessen. Das Königspaar war sauer.

Am Nachmittag ging es ins Loxxx am Alex. Er zeigte der Königin alles stolz, denn er kannte sich hier bestens aus.

Am Abend probierte er es noch einmal, die Kerzen auszupusten; aber das ist wohl etwas für den vierten Geburtstag.

An3

15. September 2011

Wie bitte?

Einsortiert unter: Prinzenreife — kronsohn @ 12:43

Es ist Zeit, auf wiedersehen zu sagen. Wir sagen tschüss zu „belb“ (gelb), „schein“ (Schwein), „in die Luft scheißen“ (in die Luft schmeißen) und vielen weiteren niedlichen Versprecherlis. Kronsohn hat inzwischen fast alle Kleinkind-Sprachverdrehungen hinter sich gelassen. Er sagt schon lange nicht mehr „luggeuz“ (Flugzeug) oder der universale „örre“ (Das nervt mich./Das soll anders sein./Das soll weg./Ich schaffe das nicht.) Nun kann er jede beliebige Buchstabenkombination richtig aussprechen.

Nur eine kleine Ausnahme genehmigt sich der kleine Prinz noch: teilien. Wenn Papa etwas vom Schweineohr abgeben soll, sagt Kronsohn: Papa, wir können doch teilien. Und wer das so süß sagt, der bekommt eigentlich immer etwas ab … :-)

DH

13. September 2011

Selber machen

Einsortiert unter: Prinzenreife — kronsohn @ 12:43

Kronsohn soll jetzt selbständig werden. In der königlichen Spielanstalt soll der kleine Prinz nun zeigen, was er kann: Schuhe anziehen, Schuhe ausziehen, selbst an- und auskleiden. Kronsohn ist nur mäßig begeistert von der Idee. Während ihm das Alleinemachen grundsätzlich ein wichtiger Wert ist, kommentiert er die neuerlichen Aufforderungen mit der gern benutzten Wendung: Du sollst mal machen! Dickkopf und Schimpftiraden helfen aber leider gar nichts, wenn diese merkwürdigen Schuhe mal wieder nicht auf den Fuß wollen.

König und Königin müssen auch etwas lernen, nämlich, dass man nur noch ein wenig helfen darf. Denn der Kronsohn ist schon ganz schön groß und kann das Geforderte eigentlich erstaunlich gut.

DH

4. September 2011

Ein Politiker

Einsortiert unter: Königin — kronsohn @ 08:27

Eltern spekulieren ja gern herum, welcher Profession der liebe Nachwuchs einmal nachgehen wird. Königin hat zum Beispiel immer wieder behauptet, Kronsohn würde Vulkanologe. Aber ob das etwas wird? Wahrscheinlicher ist, dass Kronsohn in die Politik geht.

Königin sieht ihn schon vor sich: Ein Wahlplakat mit einem sympathischen Blondschopf drauf, der eine Schaffnerkelle trägt, die Grün zeigt und unter der geschrieben steht: Vorfahrt für Berlin. Kronsohns wichtigstes Thema wird nämlich die Verkehrspolitik, denn auf diesem Gebiet kennt er sich aus. Er wird kostenlose Fahrt mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln fordern, sich für Info- und Guckboxen auf allen Bahnsteigen und an allen Haltestellen einsetzen. Lokführerkurse werden unter Kronsohn für alle verbindlich ab der 1. Klasse angeboten und natürlich wird das Fortbewegungsmittel der Zukunft, geht es nach Kronsohn, eine Dampflok sein. Die alten Loks werden im Fünf-Minuten-Takt durch die Hauptsstadt fahren, aber eingedampft wird niemand! Der Flughafen Tegel wird nicht geschlossen und in allen Parks werden Schienen verlegt werden (zum entlanglaufen wie im neuen Gleisdreieckpark).

Klingt lustig? Wartet ab! Kronsohn wird Politiker, das ist ganz klar. Er hat viele wichtige Eigenschaften bereits im Kleinkindalter trainiert: Er hat wichtige Führungsqualitäten, er ist Entscheidungsstark, hat Durchsetzungsvermögen, er ist rhetorisch bereits sehr geschickt, er ist unabhängig von der Meinung anderer, er ist unbeirrbar, hat ein unglaubliches Gedächtnis und viel Expertenwissen. Er selbst kann sich sehr für eine Sache begeistern und mit seinem Elan und seiner Fröhlichkeit wird er die Menschen sicher mitreißen.

Leider müssen sich König und Königin bei der unmittelbar bevorstehenden Berlin-Wahl einen anderen Kandidaten zum Ankreuzen aussuchen. Kronsohn ist noch zu jung, darf noch nicht kandidieren …

DH

17. Juli 2011

Ein Dichter

Einsortiert unter: Königin, Prinzenreife — kronsohn @ 21:05

Kronsohn wird einmal ein großer Dichter. Das ist schon mal klar. Eine Autofahrt lang konfrontierte er sein erstauntes und amüsiertes Publikum mit seinem ersten Gedicht.

„Hoppel di popp – schugg ga nogg.“

Nichts verstanden? Tja, so ist das mit moderner Lyrik!

Kronsohn lachte sich übrigens selbst schlapp über seinen Vers. Er lachte und lachte und rezitierte und rezitierte. Vermutlich ist es ein humoristisches Gedicht.

DH

5. Juli 2011

Gummibärchen

Einsortiert unter: Königin, Prinzenreife — kronsohn @ 17:09

Manche Menschen mögen Gummibärchen. Mache Menschen mögen Gummibärchen, weil sie gut schmecken. Kronsohn will „nur mal schnuppern“. Denn die Gummibärchen, das weiß der Prinz genau, sind eine Kalender, ein Gummibärchenkalender. Jeden Tag darf er ein Bärchen aufessen. Wenn alle Gummibären verzehrt sind, hat Kronsohn endlich Ferien. Dann hat er ein erstes, anstrengendes, schwieriges, nur halb frohes Kindergartenjahr geschafft. Gestern gab es schon eine Abschiedsfeier in der alten Gruppe. Kronsohn fand, dass das Buffet besser war als bei der nahezu gleichzeitig stattfindenen Willkommensfeier in der neuen Gruppe. Denn es gab Käse. Gummibärchen gab es übrigens bei keiner Party. Dafür eine CD mit unendlich vielen Fotos vom ersten Kindergartenjahr.

DH

Nachtrag: Die Gummibärchen haben den Marathon nicht geschafft. Alle aufgegessen. Vor der Zeit.

4. Juli 2011

Hamburg, meine Perle!

Einsortiert unter: Königin, Orte — kronsohn @ 12:37

Von Kronsohns Neugier wurde schon oft berichtet. So wundert es bestimmt niemanden, dass der kleine Prinz auch den Urlaub mit Vorfreude und Neugier anging. Am Anfang stand das große Ereignis, das schon Wochen vorher oft beredet wurde im Königshaus: die Fahrt mit dem wuschewusch-ICE. Es war ein ICE 3 wie Kronsohn lernte und beim mehrfachen Durchschreiten mit eigenen Füßen und Augen erlebte. „Hamburg, meine Perle“ hieß es dann in den kommenden fünf Tagen oder auch: Auf der Reeperbahn nachts um halb eins. Für die Reeperbahn interessierte sich Kronsohn vor allem wegen seines Bahnhofs. Denn auch in der Hansestadt gibt es U- und S-Bahnen, die spannenderweise rot angemalt sind. Kronsohn konnte sich gar nicht satt sehen und verlangte nach vollendeter Fahrt nach hier und da stets, noch die Abfahrt des Zuges zu sehen.

In Hamburg, da gab es so viel spannendes zu sehen. Ganz oben auf der Liste: Boote. Oder besser: Fähren. Die sind fast genauso interessant wie Züge und man kann mit einem normalen Bahnticket mit ihnen das Hafenbecken durchstreifen. Und manchmal spritzt eine Fähre und macht ganz viel Schaum. Großartig!

Ansonsten gab es folgende wichtige Ereignisse, die er kleine Mann entdeckte: der große Bahnhof Altona mit ICE, Regionalzug, Interconnex und Autozug, die Modellbahnausstellung „Miniatur Wunderland“ und das hohe Riesenrad (mit dem er doch lieber nicht mitfahren wollte). Im Gewürzmuseum schnupperte es gut und man konnte die Hände im Pfeffersack baden und ganz viel Paprika kosten. Im großen Park (Planten un Bloomen) gab es Skulpturen, einen See mit Fischen, Steinchen zum Inswasserwerfen, einen lustigen Wasserfall und einen tollen Spielplatz. Um auf der riesigen Rutsche ganz allein zu rutschen, kletterte der Prinz auf einen unglaublich hohen Berg. Beim Michel, dem berühmten Ausguck, nahm er lieber den Fahrstuhl – und eine Mütze, denn dort oben war viel Wind.

Ein anderer Tag führte Kronsohn in den Tierpark Hagenbeck. Dort fütterte er den Elmar (Elefant), fuhr Karussell und staunte über den Löwen, der knurrte („Er wollte seinen Nachtisch haben“). An einem Tag gingen alle ohne Frühstück aus dem geborgten Zuhause (Vielen Dank für die Gastfreundschaft, liebe U.!). Da ging es zum Fischmarkt. Zur Überraschung der Eltern, die dachten, Kronsohn mag keinen Fisch, langte der Kleine ganz schön zu: Aal, diverse Räucherfische und gebratenen Fisch später zum Mittagessen. Das hat geschmeckt! Musik gab es auch, am Hafen machte der kleine Entdecker Bekanntschaft mit einer Drehorgel. Lustig, so ein Ding.

Ganz wichtig auch: Jeden Tag einen Apfel essen und Treppe steigt Kronsohn unter allen Umständen allein.

So geht es, wenn König, Königin und Kronsohn unterwegs sind.

DH

28. Juni 2011

Mit zweieinhalb

Einsortiert unter: Königin, Prinzenreife — kronsohn @ 06:25

„Ich mag das total“, sagt der Kronsohn. Oder: „Das will ich unbedingt machen, Mama, verstehst Du das?!“ Überhaupt klingen die Sätze des kleinen Prinzen so richtig echt erwachsen. Sein Geheimnis: Er benutzt alle Wortarten – und besonders gern Füllwörter. An dieser Aufgabe knobeln seine Altersgenossen noch. Ansonsten ist der Kronsohn mit zweieinhalb vor allem eins: eine Dampflok. Mit lauten sch-sch-sch-sch-sch dampft er durch die Welt. Und eine Schiene findet er immer und überall, eine echte auf dem Pflaster oder zur Not eine ausgedachte. Gelegentlich macht er dabei Familienaufstellung: „Ich bin die Dampflok, Mama und Papa sind die Wagons“. So dirigiert er die Eltern durch seine Welt. Das Dirigieren liegt ihm überhaupt sehr. Kronsohn mit zweieinhalb weiß genau und sehr detailliert wie die Welt zu sein hat. Er ist der oberste Regisseur im Königreich. Da haben es die Statisten (König und Königin) manachmal schwer mit ihren Ideen und Vorstellungen.

Manchmal läuft Kronsohn wie aufgezogen plappernd durch die Gegend. Dann tigert er umher, in einen intensiven Monolog versunken. Das ist immer dann, wenn er besonders gut gelaunt ist. Das hat fast immer mit … Dampfloks zu tun. Womit sonst? Deshalb geht die Familie auch zum Betriebsbahnhof wenn es sich ergibt, zum Dampfloktag am nahen Heimatbahnhof oder nur zum Hauptbahnhof – Züge gucken.

Kronsohns Welt mit zweieinhalb ist bunt und interessant. Mal spielt er Suppekochen mit der kleinen großen Schwester, hüpft herauf und herunter, klettert oder versteckt sich im Kletterwald (warum nennen die Eltern das Klettergerät Hochsofa?), rutscht ganz allein die höchsten Rutschen hinunter, spielt auf dem Klavier programmierte Songs, läuft auch mal rückwärts, hört gern Musik und singt (er hat ein unglaubliches Liedtextgedächtnis) und dichtet sich seine eigenen Lieder. Wenn er mag, malt er Dampfloks oder Eistüten (auf Papier) oder, was die Eltern nicht mögen, mit Wachs auf die schöne weiße Wand. „Das ist mein Zimmer“, sagt er zur Begründung. Die Eltern sind sprachlos.

Gern pflanzt Kronsohn auch Blümchen und gießt sie mit den verschiedenen Gießkannen. Sein Brot, das schmiert der Kronsohn selbst – und macht dabei bereits eine gute Figur. Bücher sind auch wieder ganz groß, aber nur, wenn Kronsohn sie aussucht und blättern darf. Alle zwei Wochen kommen die Schwestern, Oma R. holt ihn dienstags vom Kindergarten ab, am Samstag kommt Opa H. mit leckeren Mitbringseln. Es ist so viel los in Kronsohns Leben. Da kann man verstehen, dass er andere Prinzen und Prinzessinen nicht braucht zu seiner Unterhaltung. Deshalb mag er den Kindergarten nicht. Nur die eine, die sich auch schon sehr gewandt  in der Welt der Sprache bewegt, die mag er. Mit ihr will er in den Zoo und ein Eis essen. Sagt er. Doch die Eltern der Prinzessin G. haben leider andere Dinge im Kopf, so dass Kronsohns erstes Date noch ein wenig auf sich warten lässt.

Statistik gibt es auch. Kronsohn mit zweieinhalb: 14 Kilogramm, 95 Zentimeter, Konfektionsgröße 98, Schuhgröße 25.

DH

Glucksendes Lachen

Einsortiert unter: Prinzenreife — kronsohn @ 06:01

Auf der Schaukel bei den Urahnen.

„Soll ich einen Tee holen / soll ich einen Schnee holen / soll ich ein oweh holen?“

Wenn der König die richtigen Kunstpausen bei diesem Satz einlegt, fällt der Prinz beinahe von der Schaukel vor Lachen. Leider gibt es kein Filmchen von diesem Ereignis.

An3

20. Juni 2011

Kinderangst

Einsortiert unter: Prinzenreife — kronsohn @ 09:54

Also Angst vor anderen Kindern hat der Prinz nicht. So wie er getobt, gerannt, lautstark geplappert hat, als der Besuch der beiden Brüder kam.

 

An3

Er verblüfft immer wieder

Einsortiert unter: Prinzenreife — kronsohn @ 09:51

Mama, mir tut der Magen ein bisschen weh

sagte er in der kita beim kuscheln

und:

der magen tut mir immer weh wenn wir hier reingehen

sagte er und zeigte auf den flur

DH

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