Kronsohns Blog

15. August 2010

Mama raus!

Einsortiert unter: Königin, Prinzenreife — kronsohn @ 20:18

Fast zwei Jahre residierte der kleine Prinz ausschließlich im königlichen Schloss, liebevoll umsorgt und bespielt von König und Königin. Jetzt ist das Königspaar ruhelos: Morgen verlässt Kronsohn die königlichen Hallen. Er macht sich daran, sich ein fernes Reich zu erobern: den Kindergarten.

Die so genannte Eingewöhnung, das wissen König und Königin, ist in Wahrheit nicht für die neu eintreffenden Prinzen und Prinzessinen gedacht. Sie ist für die Eltern gedacht und erfunden. Und für sie wurde die Kindergarten-Eintrittsphase, die Trennung vom wohlbehüteten Nachwuchs, sanft und schonend gestaltet. Erst nach drei Tagen sagen die Erzieher zu Mama: raus! Kronsohn ist da rigoros. Er schmeißt Mama regelmäßig mit dem selben Wort aus seinem Zimmer, ohne jede Eingewöhnung. Insofern ist Königin dankbar für die vom Kindergartenpersonal freundlichst angebotene Karenzzeit.

DH

Rätselspaß

Einsortiert unter: Prinzenreife — kronsohn @ 19:47

Wer errät den Inhalt dieser Äußerungen Kronsohns?

Fluggeuz (ist wohl Flugzeug).

mau (im Angesicht einer Katze ist miau gemeint).

okolade. Na, das ist natürlich Schokolade.

Gern lässt Kronsohn des halbe e weg, so dass man hört: Lampa, Katzi, Tallar.

Aber jetzt wirds schwierig, was ist wohl: Hausschuh? Die Lösung ist: ausruhen! Na also.

Dafür kann Kronsohn schon Worte, für die er gar keine Verwendung hat, zum Beispiel: Uckermark.

Man beachte auch seine englische Aussprache des nützlichen Hinweises: vier acken.

Aber süß: Wenn Kronsohn mitsingt.

An3

6. August 2010

Sonne, Mond und Sterne

Einsortiert unter: Königin — kronsohn @ 18:11

Bevor es zu spät ist, muss noch schnell aufgeschrieben werden, was Kronsohn alles sagen kann (denn beinahe kann er schon „Sonne, Mond und Sterne leuchtet die Laterne“ aufsagen).

Die sogenannten Zwei-Wort-Sätze sind kein Problem mehr, Kronsohn geht schon an 3-Wort-Sätze und dreisilbige Worte, z.B. Überschlag, Eisenbahn, Drehscheibe.

Auch „Opa“ ist nicht mehr schwierig, hihi.

An3

7. Mai 2010

Sportlich, sportlich?!

Einsortiert unter: Königin, Prinzenreife — kronsohn @ 13:06

Königin rätselt. Ist Kronsohn nun sportlich oder nur ein echter Prinz, der eben bewegungsfleißiger ist als eine kleine, zarte Prinzessin? Sie überlegt, beobachtet andere Kinder im Spielecafé und im Buddelkasten. Können die das auch was Kronsohn kann? Können die anderen Kinder so rennen wie Kronsohn es schon kann? Können sie klettern, Schräge runterrennen, sich allein auf der Schaukel festhalten, durch das Kletternetz allein balancieren, eine Leiter allein hinaufklettern? Können sie auf Aufforderung der Mutter rückwärts laufen, dann wieder vorwärts, dann wieder rückwärts? Können sie auf einem Bein stehen? Können sie so gut den Ball zu- und gegen die Wand werfen? Können sie allein eine Treppe hinauflaufen? In aufrechter Haltung natürlich, nicht krabbelnd. Können sie hüpfen wie Kronsohn und eine Rutsche auf der Schräge hinaufklettern?

Können das alle Kinder in Kronsohns Alter? Oder ist er ein sportlicher 17 Monate alter Ganove, der kleine Prinz? Königin würde es gern wissen und findet es vielleicht heute heraus. Denn heute geht Kronsohn endlich zum Kinderturnen mit anderen Kindern in seinem Alter. Da wird sie ja sehen ob Kronsohn ein echter Sportler ist.

DH

4. Mai 2010

Keine Schande im Königshaus

Einsortiert unter: Prinzenreife — kronsohn @ 15:15

Kronsohn merkt, dass der 18. Monat nicht mehr weit ist. Deshalb hat er nun sein Lernprogramm intensiviert, denn er hat im Internet gelesen, dass mit 18 Monaten die Sprachentwicklung einen Höhepunkt erreicht.

Deshalb kann er nun eindeutig, klar verständlich und im richtigen Moment sagen: Pall (Ball), Papka (Paprika), Krahkrah (Rabe), alle (im Sinne von leer), Auto.

(haben, da, ta(xi), tee, wauwau waren nur Übungen, bei denen man nicht weiß, ob sie wirklich gesagt worden sind).

Manch einer denkt vielleicht, wo bleibt Mama oder Papa? Aber die sind doch immer da, wozu darüber reden – denkt sich Kronsohn.

An3

20. April 2010

Er versteht uns nicht

Einsortiert unter: Prinzenreife — kronsohn @ 12:41

Das Königspaar ist stolz. Denn Kronsohn kann perfekt zeigen, was er möchte – und das auschließich unter zuhilfenahme des Wörtchens „da“ (von ihm ausgesprochen als „chm“).

Heute nun das große Rätsel. Krohnsohn zeigt wie verrückt mit seinem Ärmchen in eine bestimmte Richtung, wirft sich rhythmisch nach vorne. Kein Zweifel, er möchte etwas, irgendetwas soll der König tun, auf dessen Schoß er sitzt. Nur was?

Aber ein einfaches „Ich verstehe Dich nicht“ reicht nicht. Kronsohn vollführt einen halbstündigen Veitstanz.

Das Königspaar ist ratlos. Wo kommt nur die Energie her? Und: Von wem hat er das?

An3

19. April 2010

Der große Sohn

Einsortiert unter: Chronik — kronsohn @ 12:34

Nun ist Kronsohn schon ein echter Bandit und kein Baby mehr. Er kennt nun schon ein Krankenhaus von innen und den Buddelkasten, schrammte knapp am Sonnenbrand vorbei, hatte alle denkbaren Schlafkombinationen mit früh und spät aufwachen durchprobiert, spricht mit Nuckel im Mund auch wenn er keinen Nuckel im Mund hat, fährt Auto, Fahrrad und U-Bahn wie selbstverständlich. Was könnte er noch erleben, was noch kennenlernen?

Die Kita natürlich. Vertrag ist nun unterschriftsreif.

An3

8. Februar 2010

1, 2, 3, Eckstein …

Einsortiert unter: Prinzenreife — kronsohn @ 22:27

Er ist weg. Kronsohn ist weg. Wo ist Kronsohn nur?
Ist er vielleicht hinter der Gardine im Schlafgemach?
Ist er vielleicht hinter der Wäsche, die zum Trocknen aufgehängt wurde?
Ist er vielleicht hinter dem Regal?
Wo hat er sich nur wieder versteckt, der freche kleine Prinz? Aaaahhhh, da ist er ja! Hinterm Bett. Ganz still hat er gestanden. Und wie er sich freut, dass er sich so toll versteckt hat, der kleine Schelm!

DH

Neu im Februar

Einsortiert unter: Prinzenreife — kronsohn @ 22:17
  • Kronsohn trampelt auf dem Fußabtreter herum – putzt er sich die Schuhe ab?
  • hat er eine Pfütze entdeckt, trappelt er darin mit den Füßchen wie ein Pferd
  • er lässt die Eltern immer öfter in Ruhe frühstücken und spielt derweil fröhlich allein
  • er isst gern ein Frühstücksei
  • er hat ein paar Tage hintereinander nur ein Mal am Tag geschlafen – ein neuer Rhythmus?
  • er zeigt an, wenn er mittagschlafen will, legt sich in die Schlafhöhle und bittet König oder Königin dazu
  • er winkt den Mitgliedern der Königsfamilie wenn er darum gebeten wird
  • er lacht wenn er nach dem Aufwachen einen Pittiplatsch sieht
  • er schaut sich sein Lieblingsbuch an, macht die Gesten zu den dargestellten Dingen und kann alle vorgesagten Gegenständen selbst wiederfinden, er dirigiert den Finger der Königin wenn er ein Ding benannt haben möchte
  • er möchte sein Mitspracherecht bei der Kleidungswahl geltend machen: er will seine Jeans anziehen (er hebt die Beine, hält die Hose hoch und knurrt ungehalten – los, anziehen, aber dalli!)
  • er spielt gern im Spielecafé „Onkel Albert“
  • hat wieder Spaß am Babyschwimmen (nachdem endlich neue Übungen kamen und er über ein gespanntes Tuch im Wasser gehen durfte)
  • er rennt kurze Strecken
  • er beginnt sich langsam für andere Kinder zu interessieren
  • er ist ein aufmerksamer Zuhörer, kennt so viele Wörter, dass die Eltern sie kaum zählen können
  • er klettert gern irgendwo rauf
  • er hat Humor, macht Späße, imitiert die Königin
  • er macht eine Schnute
  • Lätzchen holen dürfen Papa und Mama nun wieder allein
  • nach monatelanger inniger Zuwendung, ebbt das Interesse an Staubsauger, Fön & Co. langsam ab
  • Kronsohn liebt Reißverschlüsse
  • er baut Türme

DH + An3

Spaziergänger

Einsortiert unter: Prinzenreife — kronsohn @ 21:56

Kronsohn geht gern in die weite Welt hinaus. Er holt mindestens einmal am Tag voll freudiger Erwartung seinen braunen Anzug, der hier im Palast als Kaffeebohne oder als Schneemann bezeichnet wird. Er wirft den Anzug vor die Tür und macht: „cht“. Mit den Zeigefingern beider Hände weist er auf das Kleidungsstück. Er will raus.

Dort läuft er die Straße einmal hoch und runter, oder er läuft einmal auf den Hof, oder er läuft zum Bäcker, weil er weiß, König kauft ihm einen Keks.

An3

1. Februar 2010

Sein und haben

Einsortiert unter: Königin, Prinzenreife — kronsohn @ 22:34

Königin suft im Internet. Die meisten Kinder sagen Mama, Papa oder Teddy wenn das erste Wort ihren kleinen Mund passiert. Nahezu immer ist das erste Wort, das zwischen dem 12 und 18 Monat gesprochen wird (manche Mädchen sprechen wohl schon früher), ein Substantiv. Königin surft und suft und traut ihren skeptischen Ohren nicht. Doch sie muss es zugeben: Kronsohn hat gesprochen. König hatte es schon vor Tagen behauptet, Königin hatte es nicht recht glauben wollen.

Kronsohn hat sich ein sehr schlaues erstes Wort ausgedacht. Mama und Papa sind Worte, die sind entbehrlich, da der kleine Mann doch so energisch und präzise mit dem Fingerchen, ja, dem ganzen Körper deuten kann und die Eltern so lange am Hosenbein oder der Hand zottelt bis sie endlich mitkommen. Kronsohn sagt nicht Mama, er sagt nicht Papa. Die persönliche Ansprache gelingt ihm nonverbal perfekt. Die Lücke, die manchmal entsteht, weil die Eltern nicht wissen, was sie denn nun tun sollen, hat Kronsohn nun teilweise geschlossen. Kronsohn zeigt energisch mit dem Fingerchen und sagt HABEN.

Was wird wohl das zweite Wort sein?

DH

18. Januar 2010

Irgendwann im Januar 2010

Einsortiert unter: Königin, Prinzenreife — kronsohn @ 10:46

Der kleine Mann erprobt seinen Dickkopf. Er schimpft, wirft sich auf den Boden, er weint und schreit. Doch was will er nur? König und Königin, inzwischen echte Experten in nonverbaler Kronsohn-Kommunikation, wissen es nicht. Mag er das Frühstück nicht essen? Will er eine Gabel, mit der er schon seit Wochen so schön piekt? Will er auf den Schoß, ist er satt? Was will er. Wenn er doch nur sprechen könnte, denken die gestressten Eltern. Dann wüsste man zumindest, was er sich vorstellt, der kleine Dickkopf.

Meist ist er jedoch friedlich in diesen Tagen. Er klettert gern – auch aufs Schaukelpferd, auf dem er dann freihändig balanciert. Er sortiert sehr gern, spielt mit dem Staubsauger, dem Fön, schnippt Gummis umher, verteilt Wäscheklammern in der Wohnung. Er spielt mit seinem Schlitten und ist neugierig auf alle Alltagshandlungen. Er möchte die Wäsche in die Waschmaschine stopfen und die Windel in den Windeleimer, er möchte mit dem Schneebesen im Topf rühren, er staubsaugt, fegt, er putzt Zähne, er macht eine Fußbad wie Papa (nur ohne Wasser).

Noch immer staunt das Königspaar über seine Kenntnisse im Hörverstehen. Manche Worte tuscheln sie inzwischen hinter vorgehaltener Hand, weil Krohnsohn sonst sofort losläuft, den Staubsauger anstellt, das Radio holt oder die Zähne putzt. Manchmal denken die Eltern, der Kleine versteht einfach alles.

Im Moment kämpfen die Eltern mal wieder mit Kronsohns Mahlzeiten. Er ist zu neugierig, will alles probieren, was er sieht. Ein Abendbrot mit der ganzen Familie wird zum puren Stress, wenn Schwester eins Leberwurst isst, sich Schwester zwei dann Käse nimmt. Sofort lässt Kronsohn fallen, was er soeben von den Eltern gereicht bekommen hat und zeigt mit dem Fingerchen auf die neue Leckerei. Inzwischen hat der Schlauberger auch herausgefunden, dass man die Wurst gar nicht unbedingt mit dem Brot essen muss. So nascht er einfach den Belag und lässt das Backwerk liegen. Königin hofft, es ist nur eine Phase und übt sich in Geduld.

Schwerer ist es schon mit der aktuellen Schlafsituation. Kronsohn gefällt es nämlich derzeit, um 5 Uhr morgens zu erwachen. Die Eltern sind wenig begeistert von der Idee, doch sie sind weitgehend machtlos, laufen frühmorgens mit tiefen Augenringen uns schlechter Laune herum. Beim Tagschlaf ist es ungewiss. Manchmal schläft der Prinz vormittags und nachmittags. Manchmal legt er sich bereits zu einem richtigen Mittagsschlaf zur Ruh. Jeder Tag ist anders. Wahrscheinlich sind die Eltern einfach zu unflexibel für den kleinen Mann.

DH

2. Dezember 2009

Geburtstags-Statistik

Einsortiert unter: Statistik — kronsohn @ 21:54

Größe: 75 Zentimter
Gewicht: 10,3 Kilogramm
Schuhgröße: 21
Zähne: 8
Stillmahlzeiten: 0
bemerkenswert: läuft den Geburtstagsgästen sicher auf den eigenen zwei Beinen entgegen
Geburtstagsgäste: 8 + Mama/Papa
Aktuelle Leidenschaften: Lampen zeigen, üppige Mahlzeiten verspeisen
Geburtstagsnotiz: isst den ganzen Geburtstagskäsekuchen allein auf

DH

30. November 2009

Geburtstag

Einsortiert unter: Königin — kronsohn @ 13:00

Kronsohn feiert Geburtstag.

Ein aufregender Tag auch für das Königspaar, wenn allerlei Verwandte im Schloß vorstellig werden, die sich untereinander nicht kennen, obwohl sie zu früheren Zeiten sich wahrscheinlich alle hätten kennen müssen.

Als erstes trifft der Opa ein, der Geburtstag mit Weihnachten verwechselt hat und einen riesengroßen Sack ausschüttet.

Dann klingelt eine der beiden Omas und bringt einen Püpperich mit. Aber Kronsohn entdeckt den rollbaren Marienkäfer. Für ihn ist der Tag damit ein erfolgreicher.

Die beiden Schwestern tauchen aus der Kälte auf und bringen den kleinen Mann mit Musik und Bildkunstwerken durcheinander – er lauscht, als ob er sie noch hätte üben hören.

Dann treten Uropa und Uroma zur Tür herein. Die bringen ein kleines Geschenk für jeden mit – auch für die, die gar nicht Geburtstag haben. Das ist lieb.

Zum Schluß packt Kronsohn – leicht ermüdet – die Geschenke der Omi Süß aus. Es ist in Wahrheit ein Geschenk für den König – etwas zum Basteln.

Am Abend liegt das Königspaar leicht geschafft im Bett – und findet keine Ruhe, denn es hat  gemerkt, dass niemand Danke gesagt hat, der Kronsohn nicht, der König nicht, die Königin nicht. Auwei.

An3

 

27. November 2009

Die Bürste

Einsortiert unter: Königin, Prinzenreife — kronsohn @ 17:10

Kronsohn verblüfft die Eltern mit exzellenten Kenntnissen in der Kategorie Hörverstehen. Als er gestern mit dem Schuhputzzeug spielte, bat ihn der König, ihm die Bürste zu reichen. Er meinte die Schuhpolierbürste. Doch dieses Ding kennt Kronsohn nicht unter der Bezeichnung. Als König immer wieder sagte „Gib mir die Bürste“, hielt der Prinz in seinem Spiel inne, überlegte kurz und lief davon. Er verschwand im Wohnzimmer und kramte lautstark in der Spielzeugkiste. Königin witzelte, Kronsohn würde jetzt die Haarbürste holen. Die Eltern lachten. Bis Kronsohn mit der Haarbürste, der einzigen ihm bekannten Bürste, um die Ecke bog. Stolz übergab er sie dem König, der verblüfft auf das Kosmetikutensil schaute. Hinter seiner Königsstirn dachte er wohl den Satz: Er ist doch erst ein Jahr alt!

Ältere Artikel »

Bloggen Sie auf WordPress.com.